Bei hochsommerlichen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke verlangten die Süddeutschen Meisterschaften in Koblenz den Athletinnen und Athleten alles ab. Die enorme Hitze und ein sich in die Länge ziehendender Stabhochsprungwettbewerb machten den Athleten Titelkämpfen zusätzlich zu schaffen. Dennoch kehrten die Leichtathleten des LAC Essingen mit einer Bronzemedaille sowie mehreren beachtlichen Platzierungen zurück.
Philipp Sturm springt zu Bronze
Für das herausragende Ergebnis sorgte Stabhochspringer Philipp Sturm in der männlichen U18. Sein Wettkampf entwickelte sich jedoch zu einer echten Geduldsprobe. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl musste der Essinger fast drei Stunden warten, ehe er seinen ersten Sprung absolvieren durfte. Trotz der ungewöhnlich langen Pause behielt Sturm die Nerven und meisterte seine Einstiegshöhe von 4,40 Metern souverän. Diese Höhe sicherte ihm am Ende die Bronzemedaille. Eine weitere Steigerung gelang unter den kräftezehrenden Bedingungen zwar nicht mehr, doch Trainer Valerij Wolf zeigte sich mit der Leistung seines Schützlings äußerst zufrieden. Auch die beiden Mehrkämpfer Kian Janouschek und Jacob von Cube sammelten wertvolle Erfahrungen auf nationalem Niveau. Janouschek bestätigte mit übersprungenen 4,00 Metern seine persönliche Bestleistung und belegte einen starken zehnten Platz. Jacob von Cube überquerte 3,80 Meter und erreichte Rang 16. „Unter diesen Bedingungen können wir mit den Ergebnissen absolut zufrieden sein“, bilanzierte Trainer Valerij Wolf.
Ilzhöfer sammelt wertvolle Erfahrungen für die DM
Sein Debüt bei einer Süddeutschen Meisterschaft in der Aktivenklasse gab Pascal Ilzhöfer über 100 und 200 Meter. Der letztjährige Baden-Württembergische U20-Meister bekam dabei die enorme Leistungsdichte der Männerklasse deutlich zu spüren. Über 100 Meter belegte er im ersten von sieben Vorläufen in 11,33 Sekunden Rang fünf. Damit blieb er zwar hinter seiner Saisonbestzeit von 11,06 Sekunden zurück, verpasste aber vor allem den Einzug in die Zwischenläufe. In der Endabrechnung bedeutete dies Platz 35. Am zweiten Wettkampftag lief es für den Essinger über die 200 Meter etwas besser. Trotz fehlender Frische nach den Belastungen des Vortages erreichte Ilzhöfer in 22,65 Sekunden den 16. Platz. Trainer Martin Schönbach richtet den Blick bereits nach vorne: „Jetzt gehen wir noch einmal gezielt in die Vorbereitung auf die Deutschen U23-Meisterschaften. Dort hoffen wir auf schnellere Beine und entsprechend schnelle Zeiten.“
Nicht belohnt trotz guter Form
Mit hohen Erwartungen war auch Elisabeth Gölz in der weiblichen U18 nach Koblenz gereist. Im Weit- und Dreisprung hatte sie sich jeweils eine Endkampfteilnahme vorgenommen. Doch an diesem Wochenende wollte nicht alles zusammenpassen. Im Weitsprung blieb sie mit 4,98 Metern aus dem ersten Versuch unter ihren Möglichkeiten. Eine weitere Steigerung gelang nicht mehr, sodass sie Rang 16 belegte. Im Dreisprung lief es etwas besser. Dort erreichte sie mit 10,79 Metern den zehnten Platz und verpasste den Endkampf nur knapp. Trainer Olaf Schönbach weiß die Ergebnisse dennoch richtig einzuordnen: „Solche Wettkämpfe gehören zur Entwicklung dazu. Elisabeth hat in den vergangenen Wochen gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Jetzt gilt es, die Erfahrungen mitzunehmen und bei den nächsten Wettkämpfen wieder anzugreifen.“
