Elf Tage lang war Daegu in Südkorea der Treffpunkt der Masters-Leichtathletik. 7.476 Athletinnen und Athleten aus 106 Ländern waren zu den Weltmeisterschaften angereist und sorgten für ein internationales Sportfest der besonderen Art. Mit dabei waren auch drei Teilnehmer des LAC Essingen: Martina Meissner und Paul Emck als erfolgreiche Athleten sowie Andreas Deuschle, der als deutscher Team-Manager für den Wurfbereich die deutsche Mannschaft unterstützte.
Für die beiden Essinger Athleten wurden die Weltmeisterschaften zu einem unvergesslichen Erlebnis. Sechs Starts, sechs Medaillen – eine beeindruckende Bilanz. Besonders erfolgreich verlief die WM für Martina Meissner. Die 47-Jährige zeigte über die elf Wettkampftage hinweg ihre Vielseitigkeit und kämpfte sich gleich mehrfach auf das Siegerpodest. Im Siebenkampf sicherte sie sich den Weltmeistertitel. Auch mit der deutschen 4×400-Meter-Staffel durfte sie am Ende über Gold jubeln. Dazu kamen die Silbermedaille über 80 Meter Hürden, sowie Bronze über 400 Meter Hürden und mit der deutschen 4×100-Meter-Staffel. Fünf Starts, fünf Medaillen – eine herausragende Ausbeute. Auch Paul Emck erlebte in Daegu einen spannenden Wettkampftag. Im Diskuswurf entwickelte sich der Wettbewerb zu einem echten Krimi. Am Ende durfte sich der 59-Jährige über die Silbermedaille und damit den Titel des Vizeweltmeisters freuen.
Doch nicht nur die sportlichen Erfolge werden den LAC`lern in Erinnerung bleiben. Die Weltmeisterschaften in Daegu überzeugten auch durch ihre Organisation und die herzliche Gastfreundschaft. Bestens vorbereitete Wettkampfstätten, kostenlose Shuttlebusse und öffentliche Verkehrsmittel, zahlreiche engagierte Volunteers und eine außergewöhnliche Eröffnungsfeier machten die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis. Die Masters-Leichtathletik genoss zudem eine große Aufmerksamkeit in den koreanischen Medien. Bei der feierlichen Abschlusszeremonie brachte WMA-Präsidentin Margit Jungmann die Stimmung treffend auf den Punkt. Auf ihre Frage „Was that a great championship?“ antworteten die Athleten, Kampfrichter und Volunteers mit lautstarkem Beifall. Ihre Botschaft an die Teilnehmer aus aller Welt war klar: „Exzellenz kennt keine Altersgrenzen.“ Diesen Eindruck konnte auch Andreas Deuschle bestätigen. Als deutscher Team-Manager Wurf erlebte er die Weltmeisterschaften aus einer besonderen Perspektive. Sein Fazit fiel entsprechend begeistert aus: Die Organisation und die Liebe zum Detail seien außergewöhnlich gewesen – für ihn vielleicht sogar „the best games ever“.
Mit den Weltmeisterschaften in Daegu endet für die drei LAC’ler eine Reise, die sportlich wie menschlich viele besondere Momente bereithielt. Zwei Weltmeistertitel, zwei Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen bringen sie mit nach Essingen zurück. Und vor allem bleibt die Erinnerung an eine Masters-WM, die eindrucksvoll gezeigt hat, dass große sportliche Leistungen keine Frage des Alters sind.
