Souveräner Titelverteidiger und eine Medaille bei der Premiere

Mit vier Mannschaften startet der LAC Essingen bei der deutschen Masters-Meisterschaft in Troisdorf. Einmal Gold und zweimal Bronze sind die Bilanz.

Essingen/Troisdorf. Die M60 ist und bleibt das Aushängeschild der Leichtathleten des LAC Essingen: Bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Troisdorf verteidigte die Gruppe zum fünften Mal in Folge ihren Titel und holte dabei 7463 Punkte – angesichts von Dauerregen eine gute Leistung. Die brauchte es aber auch, denn die Konkurrenz der StG Ostsee mit 7.229 und der LG Kindelsberg mit 7.054 leisteten hartnäckige Gegenwehr. „Ich habe bis zur Staffel gebibbert“, bekannte Teamleiter Hans Messner am Abend „glücklich und zufrieden“.

Denn: Bernhard Frey fiel verletzt nach dem Weitsprung aus, sodass Messner mit in die Staffel rutschte. 54,35 Sekunden brauchte er mit Wilhelm Beyerle, Rainer Strehle und Ernst Litau – Sieg vor StG Ostsee und Weg geebnet für die Titelverteidigung. „Wir haben wirklich einen tollen Teamgeist, da macht es auch Spaß“, sagte Messner, der die Ausgeglichenheit der Leistungen und die Breite der Mannschaft als Erfolgsgaranten sieht. „Alle wollen uns schlagen, aber sie haben es wieder nicht geschafft“, sagte Messner. Die M60 des LAC bleibt Deutschlands stärkste Mannschaft.

Zweimal schafften es die Mannschaften der Essinger zudem auf Rang drei. Die M40 musste den krankheitsbedingten Ausfall von Christian Munz kompensieren, der über 800 Meter und in der Staffel fest eingeplant war. Dennoch erreichte das Team mit konstanten Leistungen 8239 Punkte und damit Bronze hinter der LGS Kindelsberg Kreuztal (8707) und der Startgemeinschaft 1KOMMA5° Athletics (9.202).

Und auch die M70 konnte sich bei ihrer DM-Premiere über Edelmetall freuen: Teamleiter Thomas Jäger lobte „durchweg gute Leistungen“ seiner Mitstreiter, die es trotz widriger Wetterbedingungen und Dauerregen ab der zweiten Disziplin „sehr gut gemacht“ hätten. „Es hat geregnet ohne Ende“, berichtete Jäger. „Es war schwer, warm zu bleiben. Die Schuhe stehen vor Wasser. Ab etwa 13 Uhr musste das Flutlicht eingeschaltet werden“, schildert er die Bedingungen am Wettkampftag in Troisdorf. 6600 Punkte holte der LAC dennoch und so Bronze hinter der StG Hünxe-Bedburg-Duisburg (6.745) und der StG Werther/Brackwede/Lanstrop (7.066).

Etwas unglücklich mussten sich die Frauen der W40 des LAC Essingen mit Rang vier begnügen. Weltmeisterin Martina Meissner verpasste nach einer langen und anstrengenden Saison den Start und fiel damit als Punktegarant weg. 6268 Punkte bedeuteten am Ende Rang vier. „Sie haben trotzdem alle voll durchgezogen, mit guter Laune das Beste rausgeholt“, bilanzierte Helmut Gentner, der bis auf das Wetter hervorragende Bedingungen lobte.

Insgesamt habe der LAC mit einem Tross von 40 Athletinnen und Athleten mächtig Eindruck hinterlassen. „Zum Auftakt am Vorabend haben wir gemeinsam im Restaurant gegessen. Der Wirt war ganz angetan, weil er uns als Gruppe erlebt hat“, schildert Gentner. Auch im Stadion seien die LACler mit Leistungen auf der Bahn und mit lautstarker Unterstützung auf der Tribüne unübersehbar gewesen. So erarbeiteten sie sich drei Medaillen trotz aller Widrigkeiten und ergänzen ihre Erfolgsbilanz am Ende „happy und erschöpft“, so Gentner.

Benjamin Leidenberger

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