Leichtathletik: Sparkassenmeeting mit neuer Rekordbeteiligung
Zwei Wettkampftage, die unterschiedlicher kaum hätten sein können, erlebten Athletinnen, Athleten und Zuschauer beim Sparkassenmeeting 2026 des LAC Essingen. Während am Freitagabend Regen, Wind und ungewohnt kühle Temperaturen die Sprint- und Laufwettbewerbe begleiteten, präsentierte sich das Schönbrunnenstadion am Samstag von seiner besten Seite. Strahlender Sonnenschein und nahezu perfekte Bedingungen sorgten bei der Wurf- und Stabhochsprung-Challenge für beste Stimmung und herausragende Leistungen. Fast 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit über 500 Starts aus mehr als 50 Vereinen aus dem gesamten süddeutschen Raum machten das Sparkassenmeeting zu der größten Leichtathletikveranstaltungen der Region. Mit rund 500 Starts, vier neuen Stadionrekorden, zahlreichen Qualifikationsnormen sowie vielen persönlichen Bestleistungen wurde das Wochenende zu einem echten Leichtathletikfest für die Wettkämpfer. „Wir freuen uns sehr, dass uns viele Athleten seit Jahren die Treue halten und gleichzeitig immer neue Sportler den Weg nach Essingen finden“, zeigte sich die Organisationschef Jürgen Kennert und Rainer Strehle zufrieden. Ihr besonderer Dank galt den zahlreichen Helfern und Kampfrichtern, der Gemeinde Essingen sowie den Sponsoren.
Kreismeisterschaftswertungen im Rahmen des Meetings sorgen für Spannung
Im Rahmen des zweitägigen Sparkassenmeetings wurden die Kreismeister des WLV Kreis Ostalb in den Hürdenläufen, über 1.000 und 5.000 Meter sowie im Diskuswurf ermittelt. Insgesamt gingen elf Titel an den Gastgeber LAC Essingen, vier an die TSB Schwäbisch Gmünd, drei an die LSG Aalen, sowie jeweils ein Titel an die DJK-SG Wasseralfingen und die TSG Hofherrnweiler.
Besonders die Hürdenläufe boten zahlreiche spannende Entscheidungen. Den Start machten die U14 über die 60 m Hürden. Hier konnte sich in der Klasse M12 Julian Goßgilion (TSG Hoffherrnweiler) den Titel sichern. In der M13 war Alilou Djibril (DJK-SG Wasseralfingen) in hervorragenden 10,24 Sekunden der Schnellste. Bei der W12 gelang dies Sophia Rieger von der LSG Aalen und bei der W13 Malia Koller vom LAC Essingen. Um 20 m länger wurde die Strecke bei den U16. Hier standen die 80 m Hürden auf dem Plan. Schnellster Läufer war Julius Barth von der TSB Schwäbisch Gmünd. Bei den W14 sicherte sich Pauline Hauber von der LSG Aalen den Kreismeistertitel, sowie bei der W15 Viktoria Steinbrück von der TSB Schwäbisch Gmünd. Die Titel über die 110 m Hürden gingen bei der U18 an Jakob von Cube und bei den Männern an Tobias Schroth von der TSB Schwäbisch Gmünd. Bei der weiblichen U18 war die Gmünderin Emilia Luise Fink die Schnellste über die 100 m Hürden. Nach den gut besuchten Kurzhürden ging es spätabends noch an die Langhürden. Hier gingen leider nur wenige Teilnehmende aus dem Kreis an den Start, diese aber mit sehr guten Ergebnissen. In der W14 konnte die Aalenerin Pauline Hauber in ihrem ersten 300 m Hürdenlauf auf Anhieb mit 49,93 Sekunden unterbieten. In der W15 scheiterte Liv Kohler in 50,34 Sekunden nur sehr knapp an der magischen Marke. Für beide bedeutete dies jedoch den Gewinn des Kreismeistertitel.
Sprinter trotzen Regen und Gegenwind
Trotz schwieriger Bedingungen am Freitagabend zeigten die Sprinter starke Leistungen. Fast 100 Athletinnen und Athleten hatten für die 100 Meter gemeldet – ein neuer Teilnehmerrekord. Den Tagessieg holte sich der Essinger Benjamin Beyerle vom VfB Stuttgart in 11,06 Sekunden knapp vor Samuel Hofmann (11,09 Sekunden) und Leon Hofmann (11,10 Sekunden) von der TSB Schwäbisch Gmünd. Schnellster LAC`ler war Pascal Ilzhöfer mit 11,36 Sekunden. Über die 200 Meter sorgte Ilzhöfer dann für Begeisterung auf den Rängen. Unter dem Applaus der Zuschauer gewann er in 22,52 Sekunden vor Moritz Jäger (LG Filder) und Robin Schild (TSV Oberkochen). Auch über die 400-Meter-Läufer waren mit Michael Kucher von der TSB Schwäbisch Gmünd ein Läufer aus dem Ostalb Schnellster. Der Gmünder blieb in 49,54 Sekunden unter der begehrten 50-Sekunden-Marke.
Mittelstreckenrennen mit viel Herz und Kampfgeist
35 Läuferinnen und Läufer gingen über die 800 Meter an den Start. Vom ersten Meter an entwickelte sich ein engagiertes Rennen. Saskia Zeller (U20) vom LAC Essingen übernahm früh die Initiative und lief in starken 2:12,62 Minuten die schnellste Zeit aller weiblichen Klassen. Bei den Männern setzte sich Tim Uhlemayr von der LSG Aalen in 2:17,85 Minuten durch. Auch die Nachwuchsrennen sorgten für Begeisterung. Die jungen Athletinnen und Athleten wurden auf der Zielgeraden lautstark angefeuert und belohnten die Zuschauer mit großem Einsatz und spannenden Entscheidungen.
Laufstimmung bis spät in den Abend
Für besondere Atmosphäre sorgten die 5.000-Meter-Läufe am Freitagabend. 25 Starter sorgten für eine gute Stimmung im Stadion als sie Runde um Runde absolvierten und von den Zuschauern lautstark angefeuert wurden. Dabei setzte sich schnell sich eine kleine Spitzengruppe vom Feld ab. Am Ende siegte Linus Blatz vom LAC Essingen in 15:35,41 Minuten und sicherte sich damit gleichzeitig den Kreismeistertitel mit knapp sechs Sekunden Vorsprung vor Joachim Krauth von der LSG Aalen. Bei den Frauen gewann Madlen Hirsch (LG Brenztal) in starken 17:49,45 Minuten. Schnellste Läuferin des Kreises wurde Kristina Schmidt vom LAC Essingen in 18:58,21 Minuten. Den Kreismeistertitel über die 1.000 Meter holte sich Stefan Donn vom LAC Essingen.
Staffelrennen als stimmungsvoller Abschluss
Zum Abschluss am Freitagabend sorgten die 4×100-Meter-Staffeln nochmals für Gänsehautstimmung. Jeder Wechsel wurde von den Zuschauern aufmerksam verfolgt, jede Aufholjagd lautstark begleitet. Bei den Männern setzte sich die TSG Niefern in starken 41,99 Sekunden vor der TSB Schwäbisch Gmünd und dem LAC Essingen durch. Die Frauenkonkurrenz gewann die TSB Schwäbisch Gmünd vor dem TSV Hüttlingen und der LSG Aalen.
Hochklassiger Werfersport und Rekorde in Essingen
Eine der Königsdisziplinen der Leichtathletik stand am Samstag im Mittelpunkt. Zahlreiche Master-Athletinnen und Athleten aus dem gesamten süddeutschen Raum nutzten das Wurffünfkampfangebot, um sich in Hammerwurf, Gewichtswurf, Kugelstoßen, Diskus- und Speerwurf zu messen. „Es passt einfach alles, einfach LAC-like. Wir kommen daher immer gerne wieder nach Essingen“, lautete das einhellige Lob vieler Teilnehmer. Die insgesamt 36 Werfermehrkämpfer ermittelten in drei Riegen ihre Sieger. Dabei wurden zahlreiche Spitzenleistungen erzielt. An die Spitze der aktuellen Deutschen Bestenliste mit ihren erzielten Leistungen setzten sich Ingrid Schäfer (W85, LG Main-Taunus West), Tobias Bühner (M40, LG Staufen), die letztjährige Jahresbeste Eva Nohl (W75, TSV Langenzenn) sowie Agnes Düll (W65, TSV 1860 Ansbach). Birgit Keller (W50, LG Sigmaringen) verbesserte sich auf Rang zwei der aktuellen Bestenliste. Ebenfalls auf Platz zwei liegt die letztjährige Jahresbeste Susanne Strohm (W60, SV Stuttgarter Kickers). Für neue Stadionrekorde sorgte Tobias Bühner mit 14,05 Metern im Gewichtswurf (15,88 kg) sowie 43,43 Metern im Hammerwurf (7,26 kg). Weitere Rekordmarken gelangen Natascha Wolf (W45) mit 38,95 Metern im Hammerwurf und Susanne Strohm mit 13,39 Metern im Gewichtswurf. Aus Sicht des Gastgebers ragte der neue württembergische Landesrekord der M70-Mannschaft des LAC Essingen heraus. Horst Zwicker, Peter Hübner und Andreas Schieber sammelten starke 8.138 Punkte und verbesserten damit die bisherige Bestmarke. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte der Dreifacherfolg des LAC Essingen in der M65 durch Hartwig Vöhringer, Hans Messner und Albert Bartle. Beeindruckend war auch der Auftritt von Paul Emck (M55), der den Diskus auf 47,00 Meter schleuderte und damit nur 76 Zentimeter unter dem aktuellen Landesrekord blieb. Andreas Meissner (LG Staufen) überzeugte in der M50 mit starken 13,00 Metern im Kugelstoßen. Im Nachwuchsbereich setzte Mehrkämpfer Kian Janouschek in der U18 mit neuer persönlicher Bestleistung von 12,34 Metern ein Ausrufezeichen und gewann vor Moritz Haas von der LSG Aalen, der auf 11,82 Meter kam. Bei den Männern sicherte sich Dennis Schönbach mit 40,80 Metern den Sieg im Diskuswurf vor Leon Schubert vom TSB Schwäbisch Gmünd, der 38,51 Meter erreichte.
Stabhochspringer begeistern das Publikum
Zu den absoluten Höhepunkten des Wochenendes gehörte der Stabhochsprung. Immer wieder blickten die Zuschauer gespannt nach oben, wenn die Athleten zu ihren Sprüngen anliefen. Besonders groß war der Jubel, als Lokalmatador Philipp Sturm (U18) vom LAC Essingen die Latte bei 4,70 Metern überquerte. Mit dieser Höhe gehört er aktuell zu den besten deutschen Stabhochspringern seiner Altersklasse und siegte vor Joshua Funk (LSG Aalen) mit 4,20m und Kian Janouschek mit 3,90 Metern. Dennis Schönbach (LAC Essingen) gewann die Männerkonkurrenz mit 3,70 Metern, Für einen weiteren Glanzpunkt sorgte die Essingerin Ylva Janouschek, die ihren eigenen Vereinsrekord in der W13 auf 2,30 Meter verbesserte und damit den Tagessieg feierte. Trainer Harald Class (LSG Aalen) selbst nutzte die Gelegenheit für einen Start und zeigte sich mit übersprungenen 3,20 Metern ebenfalls sehr zufrieden.
