Der LAC Essingen erlebt spannende Mannschaftsmeisterschaften in Donauwörth. Freude, Spaß und Teamgeist standen im Mittelpunkt. Das gute Wetter und sorgte für gute Laune, für spannende Wettkämpfe und zeigte, wie Leichtathletik im Mannschaftsformat zu einem echten Gemeinschaftserlebnis werden kann. Neben sportlichen Erfolg stand auch das Miteinander mit der LG Donau-Ries im Vordergrund. Die langjährige Sportfreundschaft zwischen beiden Vereinen wurde in Donauwörth erneut gepflegt – sei es durch gegenseitiges Anfeuern oder das gemeinsame Erlebnis am Rand der Wettkämpfe. Diese gelebte Verbundenheit unterstreicht, wie sehr die Leichtathletik über den sportlichen Wettkampf hinaus Menschen zusammenführt. Leider konnte der LAC Essingen in diesem Jahr nur mit einer Männermannschaft vollständig in den Teamwettbewerb eingreifen. Für 2027 hoffen die Vereinsverantwortlichen deshalb, wieder mit mehreren Mannschaften bei den hervorragend organisierten Meisterschaften an den Start gehen zu können. Bei der weiblichen U20 musste das Team aufgrund zahlreicher kurzfristiger gesundheitsbedingter Absagen abgesagt werden. So blieben mit Lotte Mangold und Laura Marie Deeg nur zwei Nachwuchsathletinnen übrig. Beide stellten sich dennoch der Herausforderung und gingen über 100 Meter, im Weitsprung und über 800 Meter an den Start. Auch wenn damit keine vollständige U20-Mannschaft mehr gestellt werden konnte, machten die beiden ihre Sache sehr gut. Besonders über 800 Meter überzeugten Lotte Mangold und Laura Marie Deeg mit guten Laufzeiten. Beide zeigten, dass sie auch unter schwierigen Voraussetzungen bereit waren, für den LAC an den Start zu gehen. Ihr Einsatz und ihre Leistungen waren damit ebenfalls ein wichtiger Teil des Essinger Auftritts in Donauwörth.
Schon vor dem ersten Start war klar, dass es für die Männermannschaft des LAC Essingen bei den Schwäbischen Mannschaftsmeisterschaften in Donauwörth kein einfacher Wettkampftag werden würde. Kurzfristige Absagen hatten die Mannschaft geschwächt. Doch gerade bei einer Mannschaftsmeisterschaft zeigt sich, was ein Team ausmacht: Jeder Starter übernimmt Verantwortung, jeder Punkt zählt und am Ende wird gemeinsam abgerechnet. Und so entwickelte sich in Donauwörth ein Wettkampftag, der bis zum Schluss spannend blieb. Mit 10.319 Punkten erreichte der LAC Essingen den dritten Platz bei den Männern. Gerade einmal drei Punkte fehlten auf Rang zwei. Auch zum Tagessieg war der Abstand mit rund 200 Punkten überschaubar. Die StG Schwabmünchen/Wehringen sicherte sich wie im Vorjahr den ersten Platz. Für den LAC gingen Dennis Schönbach, Paul Emck, Joshua Gentner, Victor Bayer, Pascal Ilzhöfer, Philipp Sturm, Rainer Strehle, Sebastian Michalak, Joel Kevin Ghenzeko Tagne, Carsten Lecon und Artem Piddubnyi an den Start. Unterschiedlicher hätten die Aufgaben kaum sein können. Vom Sprint über die Mittel- und Langstrecke bis hin zu den Würfen musste jeder seinen Beitrag zum Mannschaftsergebnis leisten. Besonders beeindruckend war zu erleben, wie die Mannschaft über den gesamten Tag zusammenhielt. Nach jeder Disziplin wurde gerechnet, angefeuert und mitgefiebert. Jeder wusste: Ein einzelner Punkt kann am Ende über einen Platz entscheiden. Dass tatsächlich nur drei Punkte zum zweiten Rang fehlten, machte diese Erkenntnis im Nachhinein besonders deutlich. Einen starken Auftritt zeigte Artem Piddubnyi über 5.000 Meter. Während die Zuschauer mit spannenden Positionskämpfen rechneten, setzte sich der Essinger von Beginn an die Spitze. Über die 12,5 Stadionrunden lief er in 16:28,92 Minuten einem ungefährdeten Sieg entgegen und sammelte wichtige Punkte für das Team. Auch Philipp Sturm erwies sich als wertvoller Punktesammler. Über 800 und 400 Meter stellte er sich in den Dienst der Mannschaft und überzeugte in beiden Wettbewerben. Im Sprint sorgte Pascal Ilzhöfer für ein weiteres Highlight. Über 100 Meter erzielte er das zweitbeste Sprintergebnis des Tages und steuerte damit ebenfalls wichtige Zähler bei. Eine regelrechte Essinger Punktebank waren die Wurfdisziplinen. Im Diskuswurf und Kugelstoßen sammelte das Team mit Abstand die meisten Punkte aller Mannschaften. Dennis Schönbach präsentierte sich dabei besonders stark. Mit 41,56 Metern im Diskuswurf und 13,03 Metern im Kugelstoßen war er jeweils Tagesbester aller Werfer. Für einen Essinger Doppelerfolg im Diskuswurf sorgte Paul Emck. Der WM-Zweite der Masters in der Altersklasse M55 musste sich diesmal mit dem zwei Kilogramm schweren Männerdiskus auseinandersetzen. Das ungewohnte und deutlich schwerere Wurfgerät hielt ihn jedoch nicht davon ab, eine persönliche Bestweite aufzustellen. Mit 38,68 Metern gelang ihm ein bemerkenswerter Wurf. Auch im Kugelstoßen gab es einen Essinger Doppelerfolg. Joshua Gentner stieß die Kugel auf 11,99 Meter und belegte damit den zweiten Platz. Victor Bayer komplettierte das starke Essinger Wurfteam und sammelte mit seinen Leistungen im Kugelstoßen und Diskuswurf ebenfalls wertvolle Mannschaftspunkte. Am Ende standen 10.319 Punkte auf der Anzeigetafel – Platz drei und ein Ergebnis, das angesichts der schwierigen Ausgangslage durchaus für Zufriedenheit sorgte. Gleichzeitig blieb das Gefühl, dass an diesem Tag sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Drei Punkte zum zweiten Platz – bei einer Mannschaftsmeisterschaft kaum mehr als ein Wimpernschlag. Genau das macht den Reiz dieser Meisterschaften aus. Nicht einer allein entscheidet über Erfolg oder Misserfolg, sondern das Zusammenspiel vieler Athleten. In Donauwörth hat der LAC Essingen gezeigt, dass der Teamgedanke funktioniert. Jeder Starter kämpfte für die Mannschaft, jeder Punkt wurde gemeinsam gefeiert und jeder Rückschlag gemeinsam getragen.
So ging ein langer Wettkampftag mit einem dritten Platz, vielen starken Einzelleistungen und vor allem einem guten Gefühl zu Ende. Und vielleicht war der knappe Abstand zur Spitze bereits ein kleiner Vorgeschmack auf das, was 2027 möglich sein könnte – dann hoffentlich wieder mit mehreren Essinger Mannschaften und möglichst vielen Athleten am Start.
