„Ein unvergesslicher Tag“ – Philipp Sturm vom LAC Essingen berichtet von den Deutschen U18-Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid. Bochum war für mich ein Wettkampf, auf den ich lange hingearbeitet hatte. Schon beim Einlaufen war die besondere Atmosphäre im Sportpark Lohrheide spürbar. Die besten Nachwuchs-Stabhochspringer Deutschlands standen gemeinsam an der Anlage – und ich mittendrin. Das war ein Moment, den ich genießen wollte.
Mit der Einstiegshöhe von 4,45 Metern gelang mir ein sicherer erster Sprung. Das gab Selbstvertrauen. Auch die 4,60 Meter konnte ich im zweiten Versuch überwinden. Ich wusste, dass jetzt alles möglich war. Die 4,70 Meter wären der nächste Schritt gewesen – vielleicht sogar in Richtung Medaille. Doch an diesem Tag wollte die Latte einfach nicht liegen bleiben. Natürlich war die Enttäuschung im ersten Moment groß. Wenn man so nah dran ist, träumt man automatisch von mehr. Mit etwas Abstand überwiegt aber der Stolz. Ein achter Platz bei Deutschen Meisterschaften ist alles andere als selbstverständlich. Er zeigt, dass sich die vielen Trainingsstunden und die intensive Vorbereitung gelohnt haben und dass ich auf nationalem Spitzenniveau mithalten kann. Auch mein Heimtrainer Valerij Wolf war nach dem Wettkampf zufrieden: „Philipp hat sich hervorragend präsentiert und seine Leistungen unter Druck abgerufen. Natürlich hätten wir uns die 4,70 Meter gewünscht, aber manchmal entscheiden Kleinigkeiten. Der achte Platz bei einer Deutschen Meisterschaft ist ein starkes Ergebnis und bestätigt seine positive Entwicklung.“
Lange Zeit zum Nachdenken bleibt ohnehin nicht. Schon in der kommenden Woche wartet die nächste große Herausforderung: die Deutschen U20-Meisterschaften. Gemeinsam werden wir die Erfahrungen aus Bochum mitnehmen, an den letzten Details arbeiten und erneut angreifen. Die Form stimmt – und der Traum, noch höher hinauszuspringen, lebt weiter.
