Düsseldorf/Uelzen – Ein Doppelwettkampfwochenende mit spannenden Wettkämpfen erlebten die Masters des LAC Essingen. Bei frühlingshaften Bedingungen und schönstem Sonnenschein ermittelten in Uelzen die Deutschen Meisterinnen und Meister über zehn Kilometer auf der Straße. In Düsseldorf fanden zeitgleich die Deutschen Hallenmeisterschaften und mit Winterwurf der Altersklasse 35 plus statt. Diese Titelkämpfe mit mehr als 160 Entscheidungen, etwa 780 Teilnehmenden und rund 1.200 Starts gehört damit größten Leichtathletikevents in der Republik. Neun Athletinnen und Athleten des Vereins hatten sich für die Wettbewerbe bei diesen Meisterschaften qualifiziert und hatte das Auge schon auf den ein oder anderen Titel bzw. Platz auf dem Podium ausgerichtet. Mit sechs Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille, sowie neun Endkampfteilnahmen (Top Acht) zählte der LAC Essingen zu den erfolgreichsten Vereinen bei diesen zwei Meisterschaften.
„Die Leistungen unserer Athleten bei den Deutschen Masters-Meisterschaften erfüllen uns mit großem Stolz“, erklärte Andreas Deuschle. „Die Medaillen und starken Platzierungen sind das Ergebnis von viel Trainingsfleiß, Leidenschaft und großer Disziplin. Gleichzeitig sind unsere Masters-Athleten wichtige Vorbilder für unseren Nachwuchs. Sie zeigen eindrucksvoll, dass Freude am Sport, Einsatzbereitschaft und Teamgeist auch über viele Jahre hinweg zu bemerkenswerten Erfolgen führen können.“ Die Deutschen Masters-Meisterschaften boten wieder einmal spannende Wettkämpfe auf hohem Niveau – und für den LAC viele Gründe zur Freude. Mit ihren hervorragenden Leistungen unterstrichen die Athleten einmal mehr ihre Zugehörigkeit zur nationalen Spitze.
Munz stürmt zu Gold an Tag eins
Am ersten Wettkampftag sorgte Christian Munz (M40) für einen goldenen Auftakt in ein erfolgreiches Wochenende. Mit der besten Meldezeit zählte der LAC-Athlet zu den Mitfavoriten über die 800m-Distanz. Munz wollte sich bei seinem DM-Debüt keine Blöße geben und setzte sich sofort an die Spitze des Teilnehmerfeldes. Das Tempo kontrollierend spulte er die ersten drei Hallenrunden ab. Seiner Tempoverschärfung in der Schlussrunde konnte seine Mitläufer nicht kontern, so dass Munz in jubelnder Pose nach 2:04,62 Minuten die Ziellinie als Erster überquerte. „Ich bin total glücklich über meinen ersten DM-Titel. Es war mein Ziel, von Anfang an das Tempo zu bestimmen, und dass es so gut geklappt hat, ist einfach unglaublich. Ich habe jede Runde genossen und freue mich riesig über diese Goldmedaille,“ so Munz im Anschluss des Rennens.
Tag zwei beschert weitere Titel und Medaillen
Am frühen Morgen stellte Christian Munz über 1500 m erneut seine Klasse unter Beweis und sicherte sich in starken 4:16,14 Minuten seine zweite DM-Medaille. Bis kurz vor Schluss blieb offen, welche Farbe die Medaille haben würde: Drei Läufer hatten sich vom restlichen Feld abgesetzt, darunter auch der LAC-Athlet. Im packenden Finale kämpfte Munz verbissen um jeden Meter und sprintete schließlich auf den dritten Platz – Bronze für den starken LAC-Athleten.
Über die 60m schrammten die Sprinter des LAC Essingen teilweise äußerst knapp an den Medaillen vorbei. Die Bilanz: Ein vierter Platz durch Kai-Steffen Frank (M65), jeweils ein fünfter Platz durch Martina Meissner (W45) und dem Ältesten des Teams, Zygmund Bogdan (M75), sowie der 10. Platz durch Ernst Litau.
Zum Abschluss eines langen Wettkampftages gab es jedoch noch weitere Medaillen zu feiern. Der zweite DM-Titel für das Essinger Team ging an Paul Emck (M55). Der amtierenden Europameister kam mit den nicht einfachen Bedingungen im Wurfring am besten zu Recht und setzte sich am Ende mit 43,64m gegenüber der starken Konkurrenz durch. Gleich vier Essinger Athleten gingen über die 400m in der AK M60, AK M65 und AK M75 an den Start. Rainer Strehle musste im zweiten Finallauf der M60 an den Start gehen. Mit 64,89 Sekunden erzielte er in seinem Lauf die zweitbeste Zeit. Ernst Litau wurde in 63,93 Sekunden in seinem Lauf ebenfalls Zweiter. In der Endabrechnung ein fünfter Platz für Litau, vor Strehle auf dem sechsten Platz. Kai-Steffen Frank (M65) stürmte über die 2 Hallenrunden mit großen Schritten in 62,02 Minuten (deutsche Jahresbestzeit) in das Ziel und zum dritten DM-Titel für den LAC Essingen bei diesen Meisterschaften. Die Enttäuschung direkt nach dem Rennen war Zygmund Bogdan (M75) anzumerken. Klar auf Medaillenkurs brachte ihn eine kleine Unachtsamkeit um die sicher geglaubte Medaille.
4x200m das Goldene Ende dreier erfolgreicher Wettkampftage
Der dritte Tag stand für das LAC-Team ganz im Zeichen der 200m-Läufe. Dabei mussten sich in der M60 Wilhelm Beyerle, Ernst Litau und Rainer Strehle starker Konkurrenz stellen. In vier Zeitläufen wurde der Deutsche Meister in dieser Altersklasse ermittelt. Beyerle reihte sich als schnellster des Essinger Trio in 27,04 Sekunden auf dem sechsten Platz, gefolgte von Ernst Litau in 27,39 Sekunden als Achter und Rainer Strehle auf dem 14. Platz ein. Zu seiner zweiten Goldmedaille sprintete Kai-Steffen Frank, der in 27,59 Sekunden sich zum Deutschen Meister der AK M65 kürte. Hauchdünn an Edelmetall vorbei auf dem vierten Platz schrammten Martina Meissner (W45) in 28,10 Sekunden und Zygmund Bogdan (M75) in 32,03 Sekunden. Dafür belohnte sich Martina Meissner über die 60m Hürden in 9,53 Sekunden mit der Silbermedaille.
Seit Jahren der LAC Essingen bei den Sprintstaffeln bei der Medaillenvergabe eine wichtige Rolle. Aufgrund zurückgezogener Meldungen, der anderen Staffeln konnte sich über 4x200m das Essinger Quartett in der Besetzung Strehle, Litau, Beyerle und Frank nur selbst schlagen. Die Essinger wollte jedoch den Meistertitel aus dem Vorjahr sich auch im Jahr 2026 mit einer starken Laufzeit sichern. Im Lauf mit der jüngeren Konkurrenz der AK M50 (vierte beste Laufzeit) behaupten sich die Essinger mit deutscher Jahresbestzeit der AK M60 von 1:51,54 Minuten und sicherte sich zum wiederholten Male den deutschen Meistertitel.
Thomas Jäger Deutscher Straßenlaufmeister über 10 Km
Für die kompletten zehn Kilometer mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Uelzen fünf Runden zurücklegen. Gleich zu Beginn des Rennens wurde das Tempo in von einigen Läufern hochgehalten. Thomas Jäger (M70) vom LAC Essingen ließ sich davon nicht abschrecken und ging das Tempo mit. Nach 19:34 Minuten waren die ersten 5 Kilometer geschafft. Die Schwächephase seiner Konkurrenten konnte Jäger nutzen und sich von ihnen in den letzten zwei Runden absetzen. Nach 40:02 überquerte Thomas Jäger die Ziellinie und konnte sich über seinen ersten deutschen Meistertitel freuen. Fast eine Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten hatte der Essinger am Ende herausgelaufen. Chapeau!
