LAC-WM-Bilanz: Sechs Medaillen bei sechs Starts

Staffel-Gold für Meissner zum Abschluss – Erfolgreiche Weltmeisterschaft aus Sicht des LAC Essingen.

Essingen/Südkorea. Einen goldenen Abschluss erlebte Martina Meissner (LAC Essingen) bei der Weltmeisterschaft der Masters-Leichtathleten in Daegu (Südkorea): Mit der deutschen 4×400-Meter-Staffel (W40) holte sie als Startläuferin bei einem perfekten Rennen einen Start-Ziel-Sieg und damit nach ihrem Sieg im Siebenkampf ihr zweites WM-Gold. Dazu Silber über 80 Meter Hürden, und Bronze über 400 Meter sowie mit der 4×100-Meter-Staffel: Bei fünf Starts hat sie damit fünf Medaillen bei diesen Wettkämpfen gesammelt. Und mehr noch: Nimmt man die Silbermedaille von Paul Emck (M55) im Diskuswurf hinzu, gleicht es einer nahezu perfekten WM-Bilanz mit sechs Medaillen bei sechs Starts der LAC-Athleten.

„Das ist mit Worten kaum zu beschreiben, eine einmalige Geschichte, was Martina geleistet hat. Sechs Starts mit sechs Medaillen sprechen für sich“, kommentiert Rainer Strehle, Vorsitzender des LAC Essingen voller Freude. „Wir sind stolz, solche Athleten in unseren Reihen zu haben“, sagt Strehle, für den aber nicht nur die großen Erfolge zählen, sondern Jung wie Alt in der Breite zum Sport zu bringen. „Wir brauchen solche Vorbilder, die zeigen, dass es sich lohnt zu trainieren.“ Meissners „Erfolgsstory von vorne bis hinten“ beeindruckt mit Konstanz. Paul Emcks Leistungsexplosion als 59-Jähriger in einer Saison mit mehrfacher Weitensteigerung begeistert ebenso.

Andreas Deuschle verfolgte als LAC-Trainer und DLV-Betreuer die WM vor Ort in Südkorea. „Die beiden haben ihre Leistungen abgerufen und tolle Wettkämpfe gemacht“, sagt Deuschle, der auch die Bedingungen lobt: „Die Organisation und auch die Anlagen: besser kann man es nicht machen. Perfekt.“ Einzig die große Hitze mit bis zu 37 Grad Celsius bei hoher Luftfeuchtigkeit habe den Athleten zu schaffen gemacht.

„Das war ein wirklich schöner Abschluss“, freut sich Meissner über ihr Staffel-Gold. „Wir hatten nicht erwartet, dass wir Kenia schlagen können, aber jede hat eine super Runde erwischt“, schildert die Mehrkämpferin, die schon als Startläuferin an Eins wechselte. In 4:10,36 Minuten brachten Daniela Kliche, Sarah Schraub und Rebecca Dürr den Sieg souverän vor Kenia (4:17,21) und Chile (4:19,74) ins Ziel.

Am Abend folgte die Abschlussfeier einer WM mit „super freundlichen Gastgebern und super Stimmung“, wie Meissner berichtet. „Ich habe meine Trainingspläne diese Saison selbst geschrieben und viel alleine trainiert. Deshalb bin ich einfach froh und glücklich, dass alles so gut aufging“, sagt Meissner, für die das Siebenkampf-Gold der Höhepunkt war. Nun wolle sie die Eindrücke und die „Überflutung auf dem Handy“ mit vielen Glückwünschen „in Ruhe aufarbeiten und Revue passieren lassen, was alles los war“. Der lange Rückflug biete sich dafür an.

Während Emck noch einen Sommerurlaub im Land an die Meisterschaft angehängt hat, sitzt Meissner am Freitag im Flieger zurück nach Deutschland. Denn die Saison ist noch nicht beendet: Schon am Sonntag, 13. September, treten die Beiden wieder im LAC-Trikot an, als zwei von 42 Sportlerinnen und Sportler bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Troisdorf. Dann wollen sie wieder Leistung bringen, um die LAC-Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.                

Benjamin Leidenberger

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