Martina Meissner und Paul Emck treten bei der Weltmeisterschaft in Südkorea an.
Paul Emck (M55) erlebt in diesem Jahr eine wahre Leistungsexplosion. Seinen Diskus schleuderte er bei den bayrischen Meisterschaften auf 47,23 Meter – zwei Meter weiter als die bisherige persönliche Bestleistung. Bei den Deutschen Meisterschaften ging es weiter: 49,41 Meter, wieder zwei Meter mehr, neuer baden-württembergischer Rekord. „Damit war ich zwischenzeitlich sogar auf Rang zwei der Weltjahresbestleistungen“, sagt Emck, der seit diesem Jahr im Trikot des LAC Essingen startet. „Das Krafttraining zahlt sich aus“, so seine Analyse der bisherigen Traumsaison. Die soll nun in Südkorea, in Daegu, ihre Krönung erhalten: Emck startet bei der Weltmeisterschaft der Masters-Leichtathleten.
Auf diesen Saisonhöhepunkt hat er lange hingearbeitet, schon im Winter den Flug gebucht, nun soll am kommenden Dienstag im Wettkampf eine Medaille rausspringen. „Alles andere wäre schon eine Enttäuschung“, gibt Emck zu. Denn der Weltbeste starte nicht und sein größter Konkurrent Eric Cole (USA) hat mit 49,49 Metern nur wenige Zentimeter mehr als persönliche Bestleistung. „Natürlich kommt es immer auf den Wettkampftag selbst an, es wird tropisch heiß, vielleicht regnet es. Und man braucht auch immer Glück“, so der 59-Jährige.
Seine Vereinskameradin Martina Meissner (W45) hat ein deutlich volleres Programm. Als Titelverteidigerin tritt sie über 80 Meter Hürden (Finale am Sonntag, 24.8.) an. Zudem absolviert sie am Dienstag und Mittwoch den Siebenkampf. Am abschließenden Wochenende folgen eventuell noch Staffeleinsätze mit der deutschen Mannschaft und im Einzel das Finale über 400 Meter Hürden. Schon seit Mittwoch ist sie in Südkorea. „Die Anreise war anstrengend, ich war 24 Stunden unterwegs. Aber es hat alles gut geklappt. Die Leute sind hilfsbereit und freundlich.“ Ein kurzer Test der Bahn im Stadion stand auch schon an. „Der erste Eindruck ist super.“ Mit der Eröffnungsfeier beginnt dann der Wettkampfmodus. „Ich bin gut vorbereitet und fühle mich gut. Die harte Arbeit ist getan, nun versuche ich Spaß zu haben“, sagt die Athletin. Sie versuche „locker und fokussiert“ an die Disziplinen heranzugehen.
Mit vor Ort wird auch Andreas Deuschle, der sportliche Leiter des LAC, sein. Er wird jeden Wettkampftag im Team der DLV-Betreuer für die deutschen Werfer unterstützend engagiert sein. Auch den Austausch mit seinen Vereinsathleten wird er suchen, so es die Programmfülle zulässt. Benjamin Leidenberger
