Lukas Schwella Deutscher Meister im 24-Stunden-Lauf

Delmenhorst. Im Rahmen des 24-Stunden-Burginsellauf im niedersächsischen Delmenhorst wurden die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im 24-Stunden-Lauf ausgetragen. Auf einem 1,34 Kilometer langen Rundkurs im schön gelegenen Graften Park mussten von Samstag 12 Uhr bis Sonntag 12 Uhr möglichst viele Runden absolviert werden. Während anderswo Veranstaltungen aufgrund der Hitze abgesagt wurden, stellten die hohen Temperaturen mit 38 °C am Tag sowie die geringe Abkühlung in der Nacht auf 23 °C eine besondere Herausforderung dar. Neben einer größtenteils beschatteten Strecke stellte der Veranstalter zum Kühlen Schwämme und Tröge mit kaltem Wasser bereit, die besonders hilfreich waren, um die Körperkerntemperatur zu regulieren. Für den LAC Essingen war Lukas Schwella am Start, der ein herausforderndes Debüt beim 24-Stunden-Lauf feierte. Vorausgegangen war ein Training mit spezifischer Vorbereitung wie zwei lange Läufe an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zur Simulation der Ermüdung der Muskulatur sowie insbesondere auch ein Training des Magens zur Aufnahme von Kohlenhydraten zur Vermeidung von Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Auch der psychologische Faktor des Rundenlaufens wurde vorab trainiert.

Schwella startete den Bedingungen entsprechend konservativ nach Gefühl in seinem eigenen Tempo und achtete auf ausreichende und kontinuierliche Verpflegung und Flüssigkeitsaufnahme. Essentiell ist eine ausreichende Aufnahme von Energie, ohne dabei den Magen zu überlasten und Beschwerden zu erhalten. Jedoch zwang die Hitze ihr Tribut, wodurch der LAC-Athlet bis in den Abend hinein im ersten Drittel immer wieder mit Beschwerden im Magen-Darm-Bereich zu kämpfen hatte und das Tempo deutlich drosseln musste. Mit dem Sonnenuntergang verschwand das Problem und Schwella konnte das Tempo wieder erhöhen und konstanter laufen. Aufkommender Wind umliegender Gewitter führte zusätzlich zu einer angenehmen Abkühlung. Schließlich zogen jedoch Gewitter mit starken Böen in unmittelbarer Nähe auf, wodurch sich der Veranstalter zu einer Zwangspause gezwungen sah. Etwa um 03:10 Uhr wurden die Läuferinnen und Läufer in die nebenan liegende Turnhalle gebracht bis das Rennen um 05:30 Uhr fortgesetzt wurde. Glücklicherweise erwies sich der zweite Tage als weniger heiß und windiger, weshalb das thermische Empfinden signifikant angenehmer war und Lukas Schwella das Rennen ohne Probleme gut zu Ende bringen konnte.

Nachdem pünktlich um 12 Uhr das Endsignal ertönt, konnte sich Lukas Schwella mit einer Distanz von 167,379 Kilometern (124 Runden) souverän den Deutschen Meistertitel in seiner Altersklasse Männer bei einem verkürzten Rennen auf 21 h 40 min sichern. Ein gelungenes Debüt trotzt schwieriger Bedingungen. Besonders aber auch die Erfahrungen während des Rennens sind wertvoll für zukünftige Teilnahmen.

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