Aller guten Dinge sind drei – beim Transalpine Run

Zwei schwere und lange Anstiege musste bei dieser Etappe von St. Anton nach Landeck bewältigt werden. Daher war auch eine frühe Startzeit vom Veranstalter gewählt worden. Sehr früh mussten die Läufer am dritten Tag aufstehen. Bereits um um 07:00 Uhr war Start zur dritten Etappe von St. Anton am Arlberg nach Landeck. Daher war für Marcus und Matthias Baur bereits um 05:30 Uhr Frühstück angesagt.

Trailrunning Etappe 3 31.08.15

Marcus Bauer beim beim Anstieg

Die Müdigkeit, die die beiden Brüder nah zwei anstrengenden Tagen in sich hatten, wich aber bereits im ersten Anstieg hinauf zum Abzweig Leutkirchner Hütte (2051m)  sofort der Anstrengung. Wie die zwei Tage zuvor setzten sich die Sportler des LAC Essingen vom Start an, mit den Spitzenteams vom Rest des Feldes ab um wertvolle Meter vor diesem heftigen Anstieg zu gewinnen.

An der Hütte angekommen ging es in einem längeren  Downhill in das kleine Örtchen Pettnau. Im Downhill spürten die beiden, dass die Oberschenkel schon ca. 65 Kilometer in den letzten Tagen gearbeitet haben. Dann kam die Strecke für die beiden Ostälbler, in Pettnau gab es dann zum ersten Mal vier flache Kilometer am Fluss entlang. Dankbare Kilometer bevor dann der lange Anstieg hinauf zur Flischerer Skihütte auf 1872 m gemeistert werden musste. Im zweiten Anstieg hatte Matthias Baur einen kleinen Durchhänger. Aber nach etwas Iso und einem Gel war er wieder voll da und die Brüder konnten in den acht Kilometer langen Downhill in Richtung Landeck stürzten. Das tolle daran war, dieser Abstieg führte zur Abwechslung mal auf Forst-und Asphaltstraßen ins Tal. Die Oberschenkel taten zwar den Brüdern weh aber auf diesem Untergrund konnten die beiden trotzdem flott ins Tal absteigen. Unten angekommen gab es dann noch fünf hügelige Kilometer zu bewältigten.

Da dieser Teil der Strecke, unserem Trainingsterrain auf der Ostalb sehr ähnlich war, konnten Marcus und Matthias das Tempo nochmals erhöhen und sogar noch zwei Teams ein- und überholen. Am Ende des dritten Tages konnte die Essinger ihre Top Ten-Platzierung weiter festigen. In der Gesamtplatzierung des Tages reichte es zum 10. Platz (6. Platz in der Männerklasse). In der Gesamtwertung fehlen nun nur noch ganze zwei Minuten auf das direkt vor Ihnen liegende Team auf dem sechsten Platz.

„Wir müssen zugeben, dass wir an steilen technischen Anstiegen unsere Herkunft nicht leugnen können“, sagt Matthias Baur. „Wir sind halt eher das Flachland gewohnt“ ergänzt sein Bruder Marcus, „Läufer aus den Bergregionen haben hier teilweise schon Vorteile“.